Operationen in unserem OP-Zentrum

Augen-Operationen im vorderen und hinteren Augenabschnitt

Bei uns erhalten Sie exzellente Untersuchungs-, Operations- und Lasertechniken der Augenchirurgie.

Kosmetische Lidoperationen

Blepharoplastik

Unter dem Begriff Blepharoplastik werden alle Operationstechniken zusammengefasst, die am Oberlid zur Korrektur sogenannter „Schlupflider“ und am Unterlid zur Korrektur sogenannter „Tränensäcke“ dienen.


Schlupflider und Tränensäcke

Meist treten diese Lidveränderungen im mittleren und höheren Lebensalter auf, aber auch in jungen Jahren kann man diese Veränderungen bereits antreffen. Physiopathologisch handelt es sich um eine Erschlaffung der Lidhaut und des darunter gelegenen Bindegewebes.

 

Sind solche Veränderungen für die betroffenen Patienten kosmetisch sehr störend, entscheiden sie sich für eine Lidoperation. Handelt es sich um eine rein kosmetische Operation, wie auf Bild 1 oder Bild 2, müssen die Kosten selbst getragen werden.

In manchen Fällen sind die Veränderungen so ausgeprägt, dass es zu Gesichtsfeldeinschränkungen und Sehbehinderungen kommen kann. In diesem Fall ist der Eingriff medizinisch indiziert und wird somit auch von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Wir beraten Sie gerne hierzu und erstellen Ihnen einen individuellen Kostenvoranschlag.

(Fotos: ©Esidoxia AG)

 

Blepharochalasis OP – Liftung der Oberlider - Straffung der Schlupflider

Erfahrungsbericht einer Patientin

 

Wir leben im Informationszeitalter und es finden sich heutzutage zu allem und jedem Erfahrungsberichte. So sollte man meinen, dass sich auch viele Berichte zum Ablauf einer Operation der Lidstraffung finden ließen. Aber weit gefehlt, es gibt zwar viele Berichte über den Verlauf der Operation an sich und über die verschiedenen Indikationen (medizinisch oder kosmetisch), aber Fragen, die demjenigen, der sich zu diesem Eingriff entschlossen hat, ebenfalls interessieren, wie z.B. „Schmerzt der Eingriff?“, „Wie lange bin ich nicht tageslichtauglich?“ u.ä. bleiben unbeantwortet oder finden sich mal hier und da kontrovers diskutiert in dem ein oder anderen Forum. Daher habe ich mich entschlossen, für alle Interessierten den nachfolgenden Bericht zu verfassen.

Warum soll man sich überhaupt die Oberlider straffen lassen?

Um es ganz klar zu sagen: Auch, wenn es man „Schlupflider“ selbst als sehr störend empfinden mag, eine medizinische Indikation für diesen Eingriff ist nur in Ausnahmefällen gegeben. Allenfalls bei starker Einschränkung des Gesichtsfeldes durch Abdeckung der Pupillen oder bei einer Gesichtsnervenlähmung wird eine medizinische Indikation anerkannt. Sofern dies der Fall ist, übernehmen die Krankenkassen bzw. Krankenversicherungen in der Regel die Kosten. Die Rechtslage ist vorgegeben: Der Gesetzgeber sieht Eingriffe zur Formveränderung des äußeren Erscheinungsbildes zulasten des Versicherungsträgers grundsätzlich als ungerechtfertigt an und lässt hierbei nur sehr wenige Ausnahmen gelten.

Die allermeisten Eingriffe der Oberlidstraffung sind demnach auch kosmetischer Natur. Trotz aller Kommunikationsfreude wird aber immer noch nicht offen darüber gesprochen, sondern höchstens im Privaten und hinter vorgehaltener Hand spekuliert, welcher Star oder welche Bekannte sich einer solchen „Schönheitsoperation“ unterzogen haben könnte. Vielleicht ist auch das der Grund, warum man wenig Erfahrungsberichte hierüber im Netz findet.

Ich möchte an dieser Stelle nicht das Für und Wider kosmetischer Eingriffe diskutieren, das sollte jeder für sich entscheiden, denn es gibt sicher einleuchtende Argumente für beide Seiten. Nein, an dieser Stelle richte ich mich an diejenigen, die sich bereits zu einem solchen Eingriff entschlossen haben und nun wissen möchten, was auf sie zukommt.

Muss man für den Eingriff nüchtern bleiben?

Nein, denn der Eingriff wird in Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) durchgeführt, so dass man vorher essen und trinken darf. Ob man sich aber unbedingt vorher den Bauch füllen muss, wenn man eher zur Aufgeregtheit neigt, bleibt jedem selbst überlassen. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass man spätestens auf der OP-Liege bereut, sich kurz vorher noch eine Tüte Süßigkeiten genehmigt zu haben.

Muss man vorher Medikamente absetzen?

Nur wer Blutverdünner, wie z.B. Marcumar® oder ASS®, einnimmt, sollte sich vorher mit dem Hausarzt bzw. dem Operateur besprechen. Aber weder orale Antikonzeptiva (die „Pille“), noch Bluthochdrucksenker oder andere Medikamente müssen abgesetzt werden.

Erfahrung mit dem Einsatz von Arnica Globuli D30

Arnica in verschiedenen Potenzen ist ein bekanntes homöopathisches Mittel bei Verletzungen und Gewebsschäden aller Art. Die Wirkung von Arnica soll Blutungen, Schmerzen und Schwellungen nach Verletzungen verringern und den Heilungsprozess günstig beeinflussen. Immer wieder berichten ärztliche Kolleginnen und Kollegen vom positiven Einfluss dieses Mittels, auch wenn sie nicht zu den Verfechtern der Homöopathie zählen. Man hat mir geraten, schon am OP-Tag dreimal täglich 3 bis 5 Globuli einzunehmen und nach dem Eingriff möglichst stündlich weitere 3 Globuli. Natürlich schafft man es nicht, sich genau an diese Dosierungsanleitung zu halten und ich weiß natürlich nicht, wie ich postoperativ ausgesehen hätte, wenn ich darauf verzichtet hätte, aber die Hämatome hielten sich tatsächlich in Grenzen bzw. waren nicht sehr stark ausgeprägt und es gab keinerlei Probleme bei der Wundheilung. Allerdings hatte meine Hausapotheke die D30-Potenz nicht vorrätig, so dass ich mich mit D12 begnügt habe. Wirkung oder Glaube? Jedenfalls hat es auch nicht geschadet.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die sogenannte Schnitt-Naht-Zeit, wie sie in Fachkreisen genannt wird, beträgt je nach Operateur zwischen 30 und 50 Minuten pro Auge. Hinzu kommt die Zeit der Vorbereitung, d.h. das An- bzw. Überziehen eines sterilen OP-Kittels, einer Haube und Schuhüberziehern, das Einschleusen in den OP, die Fotodokumentation und das Anzeichnen der Schnitte, die Lagerung, das Einbringen von Betäubungstropfen ins Auge sowie die Desinfektion des Eingriffgebietes. Man sollte also mit einer Dauer von insgesamt 1½ bis 2 Stunden kalkulieren.

Schmerzt der Eingriff?

Um es direkt vorweg zu nehmen: Nein! Man spürt weder den Eingriff selbst, noch danach einen Schmerz. Lediglich der Einstich des Lokalanästhetikums ist als „kleinen Piekser“ wahrnehmbar. Dies mag natürlich vom jeweiligen subjektiven Schmerzempfinden abhängig sein, eine Lokalanästhesie beim Zahnarzt ist aber dagegen um ein Vielfaches schmerzhafter!

Was spürt man während der Operation?

Da das Gebiet anästhesiert ist, spürt man die Schnitte und die Nähte nur als Bewegung, manchmal als leichten Druck, aber das ist es auch schon. Irritierend fand ich, dass man manchmal, offenbar durch das Anheben des Lides, plötzlich in das Licht der OP-Lampe sieht und sich das Gefühl einstellt, man öffne ungewollt das Auge. Auf Nachfrage wurde man aber schnell wieder beruhigt.

Darf man während des Eingriffs sprechen?

Diese Frage lässt sich sicher nicht allgemeingültig beantworten. Das hängt wohl in erster Linie vom Operateur ab. Ich kenne Operateure, die während ihrer Arbeit kein Wort sprechen und auch absolute Stille von ihrem Team erwarten. Andere hingegen sind sehr gesprächig und lassen sogar Musik im Hintergrund laufen. Wichtiger als ein Sprechverbot ist sicherlich das Stillhalten des Kopfes während des Eingriffs, was aber keine Schwierigkeit darstellt, da dieser eingebettet in einem ihn eingrenzenden Kissen (Kopfmulde) liegt, so dass man gar nicht auf die Idee käme, diesen jetzt willkürlich zu bewegen. Auch dass man die Augen besser geschlossen hält, bedarf sicher nicht der besonderen Erläuterung.

Was passiert nach dem Eingriff?

Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sich nur ein oder beide Augen operieren lässt. Bei einem Auge bleibt die Sicht voll erhalten. Trotzdem sollte man bzw. darf man anschließend nicht Auto fahren. Wurden beide Augen operiert, so wird ein Auge komplett mit einem Verband abgedeckt, beim anderen verbleibt ein leichter Sehschlitz, so dass man nicht völlig „blind“ durchs Leben stolpert. Sicherlich ist es hilfreich durch eine Begleitung nach Hause „geführt“ zu werden. Anschließend legt man sich am besten hin und versucht bis zum nächsten Morgen zu schlafen, denn mit dem Verband lässt sich weder Fernsehen schauen noch lesen. Hiervon wird auch abgeraten, da die frischen Nähte sonst unnötig belastet werden.

Der Verband sollte bis zum nächsten Morgen verbleiben. Wie man sich in dieser Zeit zu Hause zurecht findet hängt wohl von der jeweiligen häuslichen Situation ab. Natürlich dürften hier viele Treppen, sonstige Stolperfallen sowie ein guter Gleichgewichtssinn das individuelle Wohlbefinden verringern oder steigern.

Der Tag danach

Schon am nächsten Morgen darf der Verband entfernt werden und nun sollte man nicht allzu viel Erwartung ins Spiegelbild setzen. Natürlich sind die Lider vom Eingriff geschwollen und auch ein Hämatom (Bluterguss) kann nicht vermieden werden. Immerhin fand eine Gewebsverletzung statt, die wie jede andere Wunde auch, heilen muss. Auch sollte man auf Sport und andere körperlich anstrengende Einsätze besser verzichten. Nutzen Sie die Gunst der Stunde und gönnen Sie sich einen Tag der Ruhe und Entspannung. Wer den Eingriff aus kosmetischen Gründen durchführen lässt, sollte sich hierfür Urlaub nehmen und nicht den Arbeitgeber in Form einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitleiden lassen.

Darf man nach dem Eingriff rauchen?

Das Rauchen ist bekanntlich ein Risikofaktor für eine schlechtere Wundheilung. Durch den Nikotingenuss ist die Haut weniger elastisch und wird schlechter durchblutet, was wiederum einen negativen Effekt auf die Neubildung von Fasergewebe hat, so die Erkenntnis einiger Mediziner. Es gibt aber auch die Erfahrung, dass das postoperative Rauchen keinerlei Einfluss auf die Wundheilung hatte. Wahrscheinlich würde bei starken Rauchern auch eher die Abstinenz mit den daraus folgenden Unruheerscheinungen mehr schaden als das Inhalieren des Nikotins und der Teerstoffe.

Muss man auf die Sonne verzichten?

Wie bei jeder anderen Wunde auch, setzt der Körper seine Selbstheilungskräfte ein. Sowohl Ihr Gerinnungs- als auch Ihr Immunsystem arbeiten jetzt auf Hochtouren. Da es sich definitionsgemäß im medizinischen Sinne um eine primäre Wundheilung (hier: nach Operation genähte Wunde) handelt, die eine Infektion erstmal ausschließt, durchläuft der Körper die verschiedenen Heilungsstadien. Der Heilungsverlauf ist zwar individuell verschieden, aber prinzipiell nicht groß beeinflussbar. Trotzdem sollte man eine mechanische Belastung der frischen Narbe vermeiden, ebenso wie direktes Sonnenlicht. Die UV-Strahlen der Sonne schaden dem frischen Narbengewebe und verzögern u.U. den Heilungsprozess. Wer dennoch nicht auf ein Sonnenbad verzichten möchte, sollte zumindest eine dunkle Sonnenbrille mit UV-Schutz und eventuell eine zusätzlich schattenbildende Kappe tragen.

Ab wann darf man sich wieder schminken?

Nachdem die Fäden gezogen wurden und die Wunden entsprechend verheilt sind, kann man sich auch wieder bedenkenlos schminken.

Weiterer Verlauf

Die gute Nachricht zuerst: Es wird von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag besser! Ist das eigene Spiegelbild noch am Tag danach sehr lädiert, so sieht man schon nach wenigen Tagen den Erfolg und manch einer wird sogar eine Erweiterung des Gesichtsfeldes, bzw. „mehr Licht“ bemerken. Die Wunden beginnen nun zu jucken und/oder zu spannen und in den ersten Tagen erinnerte das Gefühl an einen „Zustand nach ausgiebigem Weinen“, der aber bald verschwindet.

Tipp

Durch die anfängliche Gabe von cortisonhaltiger Augensalbe auf die Wundnaht können auch die Augen etwas trocken werden. Wenn etwas Salbe, wie bei mir geschehen, versehentlich ins Auge gerät, stellt sich ein „Fremdkörpergefühl“ ein, das sich dann aber leicht durch die Gabe von künstlichen Tränen (in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich) verhindern bzw. beheben lässt.

Fazit

Kleiner Eingriff mit großer Wirkung!