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Implantate IOL

Implantate / IOL

Statt eine Refraktionsanomalie mittels Brille oder Contactlinsen zu korrigieren, besteht heutzutage die Möglichkeit, künstliche Linsen, auch Intraokularlinsen (IOL) genannt, aus verschiedenen biokompatiblen Materialien (meist Acryl oder Silikon) in das Auge zu implantieren. Sie ändern dadurch dessen Gesamtbrechkraft, ebenso wie vorher eine Brille oder Contactlinsen.

Es gibt verschiedene Verfahren:

1. Ergänzung der natürlichen Linse durch eine zusätzliche Kunstlinse. Diese kann

  • in der Augenvorderkammer (zwischen Hornhaut und Iris) mittels einer Vorderkammerlinse (VKL) oder
  • in der Augenhinterkammer (zwischen Iris und Linse) mittels einer Hinterkammerlinse (HKL)

eingesetzt werden. Diese Linsen werden auch phake Linsen genannt, da die eigene, natürliche Linse erhalten bleibt. Aphakie bedeutet übersetzt Linsenlosigkeit.

2. Ersatz der körpereigenen Linse durch eine Kunstlinse

Dieser Zustand wird in beiden Fällen als Pseudophakie bezeichnet.

Artisan- und Artiflex- Linsen

Für einen refraktiven Linsenaustausch werden sog. Artisan- oder Artiflex-Linsen implantiert. Beide sind eine Art Contactlinsen. Es gibt sie in zwei Ausführungen, als sphärische sowie als torische Linse. Das sphärische Modell ist für Augen geeignet, die keine oder keine nennenswerte Hornhautverkrümmung aufweisen. Das torische Modell hingegen erlaubt auch die gleichzeitige Korrektur einer höhergradigen Hornhautverkrümmung. Diese künstlichen Linsen, mit deren Material man über 50 Jahre Erfahrung im Auge hat, werden jedoch nicht wie übliche Contactlinsen auf die Hornhaut aufgesetzt, sondern werden im Augeninnern an der Iris an zwei Stellen befestigt und mit zarten Bügelchen an der Regenbogenhaut des Auges verankert. Sie schweben so in der vorderen Augenkammer, ohne die körpereigene Linse oder die empfindliche Hornhautinnenseite zu berühren.

Die Linsen können auch nach Jahren bei Bedarf wieder einfach entfernt oder ausgetauscht werden. Es findet keine Gewebeabtragung statt. Im Unterschied zu den Lasermethoden (LASIK) können auch sehr hohe Kurzsichtigkeiten bis über 20 Dioptrien korrigiert werden.

Unterschied Artisan- oder Artiflex-Linsen

Der Unterschied liegt in der Beschaffenheit des optischen Teils der Linse. Die Artisan-Linse besteht aus starrem Material, das nicht gefaltet werden kann. Bei der Artiflex-Linse handelt es sich um ein flexibles Material, das beim Einführen ins Auge gefaltet werden kann. Der Vorteil liegt darin, dass man nur noch einen sehr kleinen Einschnitt am Rande der Hornhaut benötigt. Dadurch wird der Eingriff noch schonender. Die Artiflex-Linse verfügt dazu über eine spezielle Kantenarchitektur, die Reflexionseffekte von den Kanten her deutlich vermindert. Dies spielt eine wichtige Rolle bei Patienten mit sehr grosser Pupille.

Durchführung der Operation

Nach einer gründlichen Voruntersuchung entscheidet der Operateur über die Möglichkeit eines refraktiven Eingriffs. Nicht alle Artisan- oder Artiflexlinsen sind für jedermann geeignet, aber fast alle. Dies hängt von der individuellen Anatomie Ihres Auges Auges ab. Es muss z.B. genügend Platz vorhanden sein, damit die nötige Distanz zwischen der implantierten Linse und der Hornhautrückfläche gewährleistet ist. Deshalb werden Ihre Augen vor dem Eingriff genau vermessen.

Die Operation ist schmerzlos und wird ambulant bei lokaler Betäubung durchgeführt. Allerdings werden nie beide Augen an einem Tag operiert. Nach frühestens zwei Tagen kann der Eingriff am zweiten Auge vorgenommen werden und nach weiteren zwei Tagen können Sie Ihre Arbeit wieder aufnehmen. Nach vierzehn Tagen ist sogar wieder eine sportliche Tätigkeit gestattet. Augenärztliche Kontrollen sollten danach in einem zweijährigen Abstand erfolgen.

Kosten

Gerne beraten wir Sie hierzu. Vereinbaren Sie mit uns einen Termin per Email oder Telefon. Die Kosten für die Voruntersuchung betragen je nach geplantem Eingriff 50 bis 100 Euro, die dann später mit dem Eingriff verrechnet werden.

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