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Fluoreszenzangiografie

Fluoreszenzangiographie

Dieses Untersuchungsverfahren wird zur Abklärung von Netzhaut- und / oder Aderhauterkrankungen angewendet. Bei der Fluorezenzangiographie wird das Gefäßsystem der Netzhaut mittels eines Farbstoffes dargestellt. Hierzu wird ein fluoreszierender Farbstoff , z.B. Floureszein, intravenös injiziert. Der Farbstoff strömt auch in die Gefäße des Auges ein. Zuerst in die Aderhautgefäße, dann in die Netzhautgefäße. Der Zeitablauf des Einstroms und die Verteilung des Farbstoffs in den Netz- und Aderhautgefäßen wird mittels eine speziellen Funduskamera dokumentiert. Die Kamera ist mit speziellen Farbfiltern ausgestattet.

Der Farbstoff Fluoreszin (in 10%iger Lösung) wird durch blaues Licht zur Fluoreszenz angeregt. Mittels dieser Untersuchung lassen sich pathologische Veränderungen an der Netzhaut erkennen, die mit dem Augenspiegel oft nur schwer oder gar nicht erkennbat sind. So z.B. lassen sich Mikroaneurysmen bei Diabetes oder Defekte des Pigmentepithels oder pathologische Aderhautgefäße, wie die CNV (chorioidale Neovaskularisationen).

Wie funktioniert eine Fluoreszenzangiographie und wie wird sie durchgeführt?

Injektion des Farbstoffes

Fluoreszein ist ein wasserlöslicher, gelb-grün fluoreszierender Farbstoff. Dieser Farbstoff wird zu Beginn der Untersuchung in eine Armvene gespritzt (siehe Abbildung) und verteilt sich unter anderem in den Gefäßen der Netzhaut. Durch anschließende Beleuchtung des Auges mit kurzwelligem, blauem Licht beginnt der Farbstoff zu leuchten. Anschließend fotographieren wir mit einer Kamera und besonderen Farbfiltern die Verteilung des Farbstoffs in den Netzhautgefäßen. Die Bilder zeigen uns dann den Verlauf der Netzhautgefäße und eventuelle Gefäßveränderungen.

Diese Veränderungen sind durch eine Untersuchung mit dem Augenspiegel oft nur schwer oder gar nicht erkennbar.

Wann wird dieFluoreszenzangiographie eingesetzt?

Mit der Fluoreszenzangiographie kann die Durchblutungssituation der Netzhaut beurteilt werden. Dies ist unter anderem wichtig bei:

  • Diabetes mellitus (Diabetische Retinopathie)
  • Durchblutungsstörungen der Netzhaut, z.B. aufgrund einer Thrombose
  • Makuladegeneration
  • Tumoren

Augenhintergrund mit sichtbaren Gefäßen und sogenannten Drusen

typischer Augenhintergrund bei Drusenmakulopathie

 


Copyright: Text und Abb.: Esidoxia AG

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